Haus in der Rue Du Bourg
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Haus in der Rue Du Bourg

Lourdes Die schönsten Fassaden

Eine Fassade ist oft das Aushängeschild eines Hauses. In Lourdes gibt es zahlreiche schöne Fassaden, die viel über die Geschichte eines Gebäudes und seiner Besitzer verraten.

Spaziergang mit Blick nach oben

Gebäude aus dem 18. Jahrhundert

Unsere ältesten Gebäude stammen aus dem 18. Jahrhundert, und in der Oberstadt lassen sich einige schöne Beispiele bewundern: In der Rue du Baron Duprat befindet sich das Haus des sogenannten Barons Jean-Pierre Duprat, ein Juwel der klassischen Architektur mit seinen Rundbogenöffnungen aus Lourdes-Stein, seinem Mansarddach und seinem monumentalen Portal.

Nicht weit davon entfernt, in der Rue du Bourg, ziehen die Häuser von General Maransin, die mit Familienwappen verziert sind, unsere Aufmerksamkeit auf sich – aufgrund der Schönheit der Öffnungen und der Wahl der Materialien. In dieser Architektur steht der Stein aus Lourdes im Vordergrund, doch die Schmiedearbeiten und das Holz der Eingangstür unterstreichen den bürgerlichen Charakter der Fassade. Bei einem Spaziergang durch diese Straße fällt Ihr Blick auf weitere, aus längst vergangenen Zeiten stammende Portale, die aus demselben Stein gefertigt sind.

Das Haus Dembarrère

Wenn wir die Rue du Bourg hinuntergehen, fällt unser Blick auf die monumentale Fassade des Dembarrère-Hauses. Der Marmor hebt einmal mehr die Öffnungen hervor; das kunstvoll gearbeitete Holz der Tür sowie die Schmiedearbeiten unterstreichen die Erhabenheit des Gesamtbildes.

Der monumentale Charakter wird durch einen Erker ergänzt, der von einem Scheinturm überragt wird. Dieses Anwesen erinnert an Jean Dembarrère (1747–1828), General der Armeen der Revolution und des Ersten Kaiserreichs, der aus einer alteingesessenen Familie aus Lourdes stammte. Als herausragende militärische Persönlichkeit verbrachte er seinen Lebensabend in Lourdes, wo sein Name bis heute mit diesem bemerkenswerten Haus verbunden ist, das noch heute vom Ansehen und Einfluss der Familie Dembarrère in der Stadt zeugt.

Lourdes im 19. Jahrhundert

Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts ist vor allem durch die Rokoko-Fassaden von Jean-Marie Lacrampe geprägt. In der Oberstadt sollte man sich die drei Villen ansehen, aus denen heute das Rathaus besteht, oder auch das Château de Soum. Sein eklektischer Stil erinnert zugleich an barocke, klassische und traditionalistische Stilrichtungen. Sein schönstes Werk in diesem Bereich bleibt die Fassade des„Hôtel Moderne“, die nach wie vor die Blicke der Passanten auf sich zieht und üppigen Luxus ausstrahlt. Treten Sie ein und bewundern Sie die Jugendstil-Dekorationen von Louis Majorelle!

DiePlace du Marcadal bietet uns zudem ein schönes Ensemble städtischer Architektur des 19. Jahrhunderts, insbesondere mit den kunstvoll gearbeiteten Balkonen der Apotheke und ihrem kuriosen Turm, einer ehemaligen Sternwarte.

Im Stadtteil Garnavie, einem ehemals Arbeiterviertel, kann man eine Fassade bewundern, die vonder ländlichen Architektur inspiriert istund über eine nach Süden ausgerichteteHolzgalerie verfügt, die in diesem Fall den Zugang zu den Zimmern in den oberen Stockwerken bildet. Im selben Viertel begeistert uns ein Miniaturhaus, das auf einem Felsen thront und uns an die Tätigkeit der Steinbrecher erinnert, die diesen Vorort einst bewirtschafteten.

Die Hotels in Lourdes

Auch die Fassaden der Hotels der Stadt versetzen uns in alle möglichen architektonischen Stile zurück.

Das Belfry greiftdie Seebadarchitektur der großen baskischen Kurorte auf, dasGallia-Londres besticht durch eine klassische Fassade, die von großen Fensterfronten geprägt ist und einen Hauch von gedämpftem Luxus im Inneren erahnen lässt, das „Panorama“ greift die abgerundete Form des großen „Panorama“-Gebäudes auf, das es ersetzte, und fügt eine moderne Note hinzu, die vonder Architektur der Ozeandampfer inspiriert ist.

Wenn man diesen ehemaligen Steinbruch von Peyramale hinaufgeht, kann man auch Fassaden aus den 2000er Jahren bewundern, wie die des „Astrid“ oder des „Padoue“, bei denen Glas eine schwerfällige Architektur auflockert…

Wenn man den Boulevard de la Grotte hinaufgeht, sollte man die Fassade des „Ambassadeurs“ nicht verpassen, die an die großen Hotels der Côte d’Azur erinnert; ganz in der Nähe liegen das „Belge“ und das „Madrid“, die durch ihre Kombination aus unterschiedlichen Materialien sowie ihre geraden und geschwungenen Linien unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das „Hôtel de Genève“ erinnert daran, dass im Jahr 1890 die Architektur der Kurorte im Vordergrund stand und der Cauterés-Stil vorherrschte.

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