Schaf St. Michel Luz
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Schaf St. Michel Luz

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HPTE OT Luz

Hergestellt in 

Pyrenäen

Wolle aus den Pyrenäen

Während sie heute dank ihrer Milch (Käse aus den Pyrenäen) und ihres Fleisches (g.U. Barèges Gavarnie) als eines der Symbole der Pyrenäen gelten, sind die Pyrenäen-Schafe auch die Quelle einer heute eher seltenen, früher jedoch überaus wichtigen Produktion: der Wolle. Begeben wir uns auf eine Entdeckungsreise zu diesem wenig bekannten, aber dennoch so edlen Material…

Ein handwerkliches Erbe, das es zu entdecken gilt

Es war einmal Männer und Schafe

Die vor mehreren tausend Jahren in den Pyrenäen eingeführten Schafe spielten in der Geschichte der Menschheit schon bald eine herausragende Rolle. Als Lieferantinnen der für die Herstellung von Butter und Käse notwendigen Milch und als Fleischquelle bei den stämmigeren Rassen fanden die Mutterschafe schnell ihren Platz in den Familien der Pyrenäen.

Im Frühjahr ziehen sie auf die Hochweiden, von denen sie jeden Herbst wieder herunterkommen; in der Zwischenzeit werden sie von ihrem Fell befreit: Die Verwendung von Wolle als Textilfaser reicht bis in die Bronzezeit zurück, und bereits vor mehr als zwanzig Jahrhunderten wurde in den Pyrenäen gewebt! Die Wolle ergänzte Flachs und Hanf, zwei Pflanzen, die ebenfalls zur Herstellung von robuster, wetter- und kältebeständiger Kleidung verwendet wurden.

Wolle bei der Herstellung von Kleidung

Sobald das kostbare Material gewonnen ist, wird es sorgfältig gewaschen, gekämmt (das Wort „Kämmen“ leitet sich vom „Distel“ ab, einer Wildpflanze mit kräftigen Stacheln, die als natürliche Kämme zum Entwirren und Auflockern der Wollfasern dienen), gesponnen und zu Strängen oder Knäueln aufgewickelt, bevor sie verstrickt wird. Traditionell werden diese Arbeiten zu Hause verrichtet und obliegen den Frauen oder den Älteren, die kaum noch auf die Felder gehen.

Die Wolle wurde zudem für ihre spätere Verwendung sortiert: Die weißeste diente zur Herstellung von Bettwäsche und edlen Kleidungsstücken, während die eher braunen oder schwarzen Farbtöne für die Herstellung von eher zweckmäßiger Kleidung verwendet wurden: Baskenmützen, Socken, Matratzen und Decken, die zwar weniger raffiniert, aber nicht weniger warm waren. Für Hemden und Unterwäsche bevorzugte man Leinen, dessen Anbau in den zentralen Pyrenäen (und insbesondere rund um Lourdes) so weit verbreitet war, dass man die Bigorre früher wegen der blauen Farbe der Leinenblüten „das Blaue Land“ nannte.

4 Gründe, warum man die Wolle aus den Pyrenäen lieben sollte
Äußerst lokal

Von den Almen in den Tälern des Béarn und der Bigorre bis zu den Manufakturen am Fuße der Pyrenäen ist es nur ein Katzensprung.

Lebendig

Wasserdicht, atmungsaktiv, temperaturregulierend, UV-schützend und zudem allergiefrei … Wolle hat einfach alles zu bieten!

Unermüdlich

Kleidung, die nicht nur eine Saison, sondern ein Leben lang hält – damit man sich auch nach dem Urlaub noch an die Pyrenäen erinnert.

Ethik

Kurze Lieferketten, die Aufwertung eines natürlichen Rohstoffs, lokale Arbeitsplätze und langlebige Kleidung – die Wolle aus den Pyrenäen hat Herz.

Und wie geht es jetzt weiter? Das Wichtigste auf einen Blick.

Nach einem goldenen Zeitalter Ende des 19. Jahrhunderts, das durch die Mechanisierung und Industrialisierung der Wollproduktion aus den Pyrenäen in bestimmten Gemeinden des Piemonts (Saint-Gaudens, Pau, Oloron, Bagnères-de-Bigorre, Bruges, Pontacq…) verschwand diese Tätigkeit am Ende des Zweiten Weltkriegs fast vollständig.

Dennoch rückt ihre Verwendung nach und nach wieder in den Vordergrund: Denn Wolle ist ein natürliches, isolierendes und widerstandsfähiges Material und besitzt zahlreiche Eigenschaften, die heute im Gegensatz zu synthetischen Stoffen sehr gefragt sind. Ihre Herstellung, die stets lokal erfolgte und ihr den Namen „Wollwaren aus den Pyrenäen“ verlieh, ist heute ein erheblicher Vorteil im Zeitalter von „Made in France“ und der Förderung lokaler Produzenten.

Die Wolle aus den Pyrenäen – ob sie nun noch auf dem Rücken der Schafe sitzt, denen Sie auf Ihren Wanderungen begegnen, oder zu Filz für die Herstellung traditioneller Baskenmützen verarbeitet wird – hat noch viele Geschichten zu erzählen…

Ausschnitt Mont Valier, F. Gouy
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Ausschnitt Mont Valier, F. Gouy

Die Teilnahme am E Fashion Awards-Wettbewerb war für mich eine sehr bereichernde Erfahrung. Es ist eine einzigartige Gelegenheit, unser Know-how aus den Pyrenäen und unsere Liebe zur Region ins Rampenlicht zu rücken. Dieser Wettbewerb unterstreicht unser Engagement für nachhaltige Mode und #MadeInFrance und würdigt gleichzeitig unsere Authentizität. Ich freue mich sehr, an diesem Wettbewerb teilgenommen zu haben und das Bewusstsein für die lokale Herstellung und die Wiederverwertung von Wolle aus den Pyrenäen geschärft zu haben, die immer noch als Abfall betrachtet wird.

Frédéric Gouy – Gründer der Marke Mont Valier

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